20’000 im Berg: Was bleibt trotz Cityring-Erneuerung!

Das “Herz” der ehemaligen Zivilschutzanlage schlägt nicht mehr

Das eigentliche “Herz” der Zivilschutzanlage Sonnenberg waren die beiden Autobahnröhren: Im Ernstfall wären die Tunnelenden mit vier Panzertore hermetisch abgeriegelt und die 20’000 schutzsuchenden Menschen über Umgehungsstollen in Tunnel eingeschleust worden.

Zwischen 2006 und 2008 wurde die Zivilschutzanlage Sonnenberg verkleinert. Heute würden die Autobahntunnels im Ernstfall nicht mehr zur Schutzanlage umgebaut. In der Kaverne des siebenstöckigen Gebäudes über den Röhren fänden allerdings immer noch 2’000 Menschen einen Schutzplatz.

2011: Das bleibt von der ehemaligen Zivilschutzanlage im Tunnel sichtbar

Im Zuge der Gesamterneuerung Cityring Luzern wurden aber der Blick auf eines der vier Panzertore und der Zugang zu einem der beiden Umgehungsstollen erhalten und an der Tunnelwand markiert. Ein Schriftzug an der Tunnelwand – «20‘000 im Berg» – erinnert die Autofahrer an die frühere Funktion der beiden Tunnelröhren.

Dies war nur möglich, dank einer äusserst kreativen und produktiven Zusammenarbeit mit dem Astra/Cityring (Franz Koch, Projektleiter Cityring), der Kantonalen Denkmalpflege Luzern (Cony Grünenfelder, Kant. Denkmalpflegerin) und Jürg Stadelmann (Historiker, Luzern www.geschichte-luzern.ch). Herzlichen Dank!

Plakate zu den sichtbaren Teilen der ehemaligen Zivilschutzanlage im Sonnenbergtunnel:
Plakate_Cityring und Zivilschutzanlage

Lesen Sie dazu den Artikel der Neuen Luzerner Zeitung vom Freitag, 9. September 2011.

Der Beitrag wurde erfasst in unterirdisch überleben.

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